screen: Start eines Linux-Programms als daemon

Auch wenn es vielleicht nur mich interessiert:

Das Problem: Ein Programm soll im Hintergrund laufen, also unabhängig von der aktuellen (Putty-)Sitzung, damit es auch noch dem Logout weiterläuft.

Die Lösung: Es gibt diverse Methoden für diese Problemstellung, das Programm screen ist für mich aber die schönste:
screen -dmS SITZUNGSNAME Programm.sh

Es startet das Programm in einer separaten Sitzung. Die offenen Sitzungen kann man sich mit
screen -ls
anzeigen lassen und (sofern nur eine läuft) sich mit
screen -r
mit der Sitzung verbinden um die Programmausgaben zu sehen.

Wichtig ist, sich dann mittels “Ctrl+A” danach “D” von der Sitzung zu trennen, damit man das Programm nicht aus Versehen beendet.

Die noch viel weitreichenderen Möglichkeiten findet man wie immer mit
screen --help
oder
man screen

Ich hoffe, das kann so manchen helfen, der nach einer schnellen, sauberen Lösung sucht.

PS: Es macht natürlich nur für Programme Sinn, die auch von selbst im Loop laufen (z.B. Server).

Skype down – hoch lebe die Unabhängigkeit

Seit Stunden versucht sich mein Skype-Client mit dem Netzwerk zu verbinden, aber scheitert jämmerlich. Habe die News aber nicht gecheckt, weil es in dem Moment für mich nicht so wichtig war. Nachdem mir aber jemand über ICQ schrieb, dass er auch Probleme hatte, dachte ich dann doch schon an ein größeres Problem seitens Skype. Der zugesandte Link machte das Ausmaß dann doch deutlich.

Wohl dem, der noch andere Kommunikationsmittel wie ICQ, MSN (würg) oder seit neuestem auch Steam Community (jetzt neu mit Voice-Chat, Multiuser-Chat usw.) hat. Und ich hab da auch noch von so einem Names “Telefon” gehört…

Ich finde es auf jeden Fall krass, dass soooo ein Unternehmen, wo ja auch ebay dahintersteht, solche Probleme bekommen kann. Wie kann das sein? Die müssten doch ganze Backupsysteme haben, um ihren (teilweise zahlenden) Kunden ein funktionierendes System bereitzustellen. Dort arbeiten wohl auch arme Admins, die sich mit diversen Anforderungen der Konzernspitze herumschlagen müssen.

EDIT: Seit ca. 3 Uhr (17. August 2007) ist mein Skype-Client wieder eingeloggt. Allerdings ist keiner mehr da, um es auszuprobieren… komisch. 😉

note to myself: RFCs lesen

Ich hatte heute wieder mal eine Erkenntnis: RFCs lesen hilft, dass alles so funktioniert wie es soll.

Szenario: Ein Kunde teilt mir mit, dass eine bestimmte Person ihm keine Mails senden kann. Die mir bekannte Person habe ich nach einem Fehlerbericht des Mailservers gefragt und war erstaunt zu lesen:

domain name system error:
host mail.kundendomain.tld:
mail exchanger has no ip addresses

WTF? Als wenn ich für den Mailserver keine IP eintragen würde, klar!

Eine Quick-Google-Search brachte die Erklärung:

Da ich gerade mit meinem Server umgezogen bin und bei allen Domains die IP einzeln ändern musste (btw: Danke NicDirect!), hatte ich es gleich so eingerichtet, dass ich beim nächsten Mal, so wenig wie möglich ändern muss. Daher machte ich folgende Eintragungen im DNS:

kundendomain.tld in MX 10 mail.kundendomain.tld
mail.kundendomain.tld in CNAME mail.mydomain.tld

Also steht in dem DNS-Eintrag des MX des Kunden ein CNAME für eine andere Domain. Laut RFC1912 soll man aber keine CNAMEs in den MX eintragen.

Meine schöne Erleichterung war also dahin…. naja, nicht ganz. Ich habe es dann eben wie alle großen Hoster (warning: GRÖßENWAHN) gemacht und nicht den MX-Eintrag der Domain auf die Kundendomain sondern gleich auf mail.mydomain.tld zeigen lassen. Ist zwar nicht so schick, aber RFCs sind da nun einmal eindeutig.

PS: Ach ja, der Mailserver, der das Problem gemeldet hat und die Zustellung daher verweigerte von übrigens von Schlund bzw. 1&1. Wie ich lesen konnte, war ich nicht der Einzige, der auf dieses Problem gestoßen bin.