Kurztipp: mcedit – der bessere Editor

Nun bin ich vielleicht nur faul gewesen, aber weder das kryptische vi noch das schmucklose joe konnten mir als Lieblingseditor auf der console so richtig gute Dienste leisten.

Keine Tastenorgien a la vi, keine Fingerverenkungen wie bei joe – einfache Bedienung und sinnvolle Features, das will ich.

Also habe ich den Editor, der im Midnight Commander (DEM altehrwürdigen Norton Commander-Clone) mitgeliefert wird sehr zu schätzen gelernt. (Btw: Der Debian-Paketname zur Installation ist “mc”.)

Nun ist es aber nicht immer sinnvoll den mc zu starten, nur um eine Config mit der Taste F4 zu bearbeiten. Daher wollte ich den Editor direkt aufrufen können. Offensichtlich gab es damit leichte Probleme, sodass bei Debian automatisch ein Mini-Wrapper namens mcedit-debian mitgeliefert wird. Leider ist dieser Name trotz bash-completition nicht sonderlich handlich. Also fix einen Symlink erstellt…

ln -s /usr/bin/mcedit-debian /usr/bin/edi

…und schon kann man auf der Konsole von überall mittels

edi configdatei.conf

jede Textdatei editieren.

Nun störte mich auch noch, dass ich z.B. die Cronjobs mit vi bearbeiten musste. Dazu gibt es das tolle Verzeichnis /etc/alternatives, welche Links auf die “Standardprogramme” zur Verfügung stellt.

rm /etc/alternatives/editor
ln -s /usr/bin/mcedit-debian /etc/alternatives/editor

Somit ist nun mcedit der Standardeditor und wird z.B. beim Aufruf von

crontab -e

verwendet.

HTH.

EDIT: Gerade habe ich hier gesehen, dass diverse Seiten sich bereits intensiv mit dem Thema “Lieblingseditor” beschäftigt haben. Der mcedit kommt dort aber nirgends vor… bin ich SO anders?

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *