WordPress nicht XHTML 1.1-kompatibel

Ich dachte mir gerade: “Solche XHTML- + CSS-Valid-Buttons sind ja eigentlich ganz nett. Die sollte ich hier auch mal hinzufügen.”

Eine schreckliche Idee, denn ich musste feststellen: Pustekuchen!

Die Anforderung an den übermittelten Content-type – also statt text/html den “neuen” application/xhtml+xml – hatte ich ja noch schnell hinbekommen mittels des Hinzufügens von

<?php header("Content-type: application/xhtml+xml"); ?>

in der ersten Zeile der header.php des Templates.

Aber die nachfolgenden Fehler – 19 Stück ! – im Validator waren dann nicht mehr so leicht zu beheben.

Zwei Beispiele:

  • Da geht es zum Beispiel um das Element <strike>, welches seit XHTML 1.0 strict nicht mehr erlaubt ist, da es zu den sog. “presentational elements” gehört, also nichts mit der Struktur des Dokuments zu tun hat.
    • Die Lösung wäre hier, statt <strike> ein <span> zu nehmen und dies mittels CSS zu formatieren.
  • Bei jedem Listenpunkt einer Aufzählung steht der Text des Listenpunktes (bei mir) in font-Tags, die die zu verwendenden Schriftarten angibt.
    • Statt dieser merkwürdig altbackenen Lösung müsste hier einfach das <ul> oder <li> entsprechend im CSS formatiert werden.

Beide o.g. Punkte kommen häufiger vor und sind deshalb nicht so einfach zu beheben, weil die Grundfunktionen des Editors eben diese Einträge erzeugt. In der Codeansicht könnte man in jedem Einzelfall den Beitrag “säubern”, aber dies scheint wohl nicht der Königsweg.

Eventuell gibt es ja schon einen Editor, der den Standardeditor ersetzt und die Formatierungen XHTML 1.1-valid erstellt. Allerdings müsste er dann wohl auch ein das Theme-Stylesheet ergänzende CSS-File mitbringen, um solche Probleme wie <strike> verlässlich zu lösen.

Die beste Lösung wäre es aber wohl, wenn WordPress selbst den Schritt zu 1.1 macht und die Probleme beseitigt.

EDIT: Beim Nachschauen stellte ich fest, dass die Listenpunkte in diesem Artikel keine font-tags haben. Daraus schließe ich, dass diese Tags wohl bei einem Editiervorgang erstellt wurden (aber nicht von mir gewollt!).

EDIT2: Ich habe den Header wieder zurückändern müssen, da mein Firefox sich manchmal mit dem Hinweis auf die nicht vorhandene Wohlgeformtheit des Dokument geweigert hat, die Seite überhaupt anzuzeigen. Darum kümmer ich mich also dann mal in Ruhe…

Jobtipp: Programmierer haben eine goldene Zukunft

Wer bisher noch nicht wusste was er werden will oder sich mit seiner Profession “Programmierer” Zukunftsängsten gegenüber sah, kann nun erleichtert aufatmen, denn der Staat, diesmal in Form des BKAs, hat ein grandioses Job-Programm in Aussicht gestellt:

Hier geht’s zur Job-Beschreibung bei heise…

Zum Hintergrund:
Da das BKA die Idee hat, für jede Online-Durchsuchung einen Unikat-Trojaner zu programmieren, damit dieser möglichst nicht von Virenscanner und Firewalls erkannt wird, ist eine Aufstockung des Personals um ein Vielfaches wohl nicht zu vermeiden.

Aufklärung:
Wie der Artikel bei heise aber schon andeutet, entspricht die Idee keines Falles der Realität, denn imho ist klar, dass es ein Baukastensystem geben muss und die Baukasten-Module dann in einem Wettlauf mit den Signaturen der Anit-Viren-Softwarehersteller sind, eben wie alle anderen bösen Virenproduzenten.

Es gibt natürlich 5 Sterne von mir für die super Job-Initiave, aber auch gleich wieder 4 Abzug wegen Realitätsverlust des BKAs und der Tatsache, dass die Steuerzahler diesen Wahnsinn dann auch noch hätte bezahlen müssen. (Ich schreibe hier im Konjunktiv 3, in der Hoffnung, dass die Leitung des BKAs den Fehler auch wirklich einsieht.)

Dieser Artikel unterstreicht meine Sichtweise.

Nachtrag:

Wer noch ein paar Wissenslücken in Sachen Bundestrojaner hat, dem sei diese FAQ von ARD ans Herz gelegt.

Meine liebste Frage-Antwort-Kombi:

Gibt es ein Bundestrojaner-sicheres System?
Ja, ein Computer ohne Internet-Verbindung.

🙂

Der bloggende Wurm

Wir haben alle gewusst, dass E-Mail-Spam nicht das Ende der Fahnenstange ist und wir haben ja auch schon die gleichen, wenn nicht sogar mehr, Anti-Spam-Systeme für Blogs erfunden und installiert.

Aber dass nun ein Scheiß böser Bot bloggt, um nicht nur Werbung zu machen, sondern mittels Kommentaren auch die Leute auf infizierte Websites locken möchte finde ich persönlich dann doch wieder eine Steigerung.

Nachzulesen bei heise online…

PS: Wenn ihr also Links in Euren Blogs findet, die offensichtlich zu youtube gehen sollen, dann checkt bitte vor dem Klick noch einmal das Ziel des Links.

[warning: explicit content] Deine IP-Adresse ist sooo sexy!

Ab und zu muss man seine externe IP-Adresse zu Hause oder in einem anderen LAN wissen. Das herauszubekommen ist zwar mittlerweile dank www.whatismyip.com etc. nicht schwer, aber auch sonderlich unterhaltsam.

Viel spaßiger ist es aber, sich die IP vorstöhnen zu lassen und zwar hier bei www.moanmyip.com !

(Nicht vergessen: BOXEN AUFDREHEN!)

Und da soll noch einer sagen, dass IT nicht sexy ist!