China im Cyberwar?

Interessante (etwas angestaubte) News tauchten beim Querlesen meiner RSS-Feeds auf: Pro-Tibet-Gruppen wurden mit Trojaner bzw. Keyloggern überschwemmt, in dem Ihnen Sympathisierungsschreiben zugeschickt worden sind.

Natürlich kann dies nur eine allgemein orientierte Hacker-Gruppe gewesen sein, allerdings gerade im Zusammenhang mit den Keyloggern sollte schon der Gedanke erlaubt sein, ob die auch sonst sehr an der Oposition interessierte Obrigkeit in China hier vielleicht ihr Finger im Spiel hat bzw. hatte.

Ist das nun also der Beginn des Cyberwars? Vielleicht hat dieser auch schon lange begonnen, nur wie so vieles unerkannt hinter verschlossenen Türen ohne Medienecho?

Mir persönlich gefällt der Gedanke überhaupt nicht, dass das Netz auf diese Woche mißbraucht wird. Als die wikipedia im letzten US-Präsidentschaftswahlkampf durch Lügen und Denunzierung verunstaltet und im Wert gemindert wurde, ahnte man schon, dass dies nicht das Ende sein wird. Aber wenn nun wirklich staatlich finanzierte Hacker politische Gegner angreifen, dann ist das Netz noch ein Wenig unsicherere geworden, denn statt zielloser Streuangriffe sind nun plötzlich ganz zielgerichtete Attacken an der Tagesordnung.

Da kann man nur hoffen, nicht zum politischen Gegner zu werden… sehr bedenklich das alles.

Link: Trojaner-Angriffe auf Pro-Tibet-Gruppen @ heise Security

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