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Globalisierung – nein danke! DNS-Hauptschlüssel geht an VeriSign

Wie die iX berichtet ist eine Entscheidung bezüglich der Betreuung des DNSSEC-Systems gefallen. Das amerikanische Privatunternehmen VeriSign, das bereits als Verwalter der Top-Level-Domains .com und .net sowie als SSL-Zertifizierungsstelle bekannt ist, soll nun auch die Verwaltung der Einzelschlüssel sowie des Root-Schlüssels übernehmen. Ohne die Signierung durch diesen Key ist eine Signierung von Subzonen nicht möglich.

Die Entscheidung fiel entgegen der Bedenken der ICANN sowie zahlreicher Experten, die u.a. eine zu große Einflussmöglichkeit der US-amerikanischen Regierung kritisierten.

Ein System, welches den weltweiten Internetverkehr beeinflusst, da es zur Absicherung des DNS-Systems gegen Phishing und Cache-Poisoning schützen soll, in der Hand eines Privatunternehmens unter Sonderaufsicht der US-Regierung – das gefällt wohl vielen nicht.

Auch ich hoffe seit Jahren, dass die Gremien, die das Internet beherschen, internationaler und damit unabhängiger von nationalen Interessen werden. Leider ist das wieder einmal durch genügenden Einfluss der Lobbyisten die sowohl einen Macht- als auch Gewinnverlust befürchten, gescheitert.

Auf der technischen Seite begrüße ich das neue System natürlich, ist es doch ein wesentlicher Schritt dazu, das alte und löchrige System wieder verlässlicher zu machen. Jedoch stimmt mich die Einflussmöglichkeit von Wirtschafts- und Politikinteressen skeptisch über die Offenheit des Systems.

via: iX : VeriSign soll DNS-Schlüsselwächter werden