Suchmaschinen: Wolfram Alpha vs. Google
Bereits als “Google”-Killer gehandelt ist die neue Suchmaschine Wolfram|Alpha von Mathematica-Erfinder Stephen Wolfram mittlerweile in eine “closed beta”-Phase eingetreten.
Doch was ist so besonders an dieser Suchmaschine, dass ihr zugetraut wird, Googles Allmacht zu trotzen und an den etablierten Engines vorbeizuziehen?
In einem Blog-Eintrag erklärt der “Erfinder” selbst, welches Problem er versucht zu lösen: Die Suchmaschine soll aus der Eingabe erkennen, welches Problem der Benutzer gerade klären will und bereits voraufbereitete Daten anzeigen.
So wird zum Beispiel bei der Eingabe von “Microsoft Apple” eine Gegenüberstellung der Aktienkurse und anderer objektiver Vergleichsgrößen angezeigt, was in diesem Fall sicherlich die meisten Suchenden zufrieden stellen wird.
Am Ende dieses Artikels sind zwei Beta-Tests verlinkt, in denen die Suchmaschine unterschiedlich gut abschneidet. Eine Suchmaschine kann man halt nur mit guten (d.h. alltagstauglichen) Suchabfragen gut testen. Die Spiegel-Tester haben sich da in meinen Augen mehr Gedanken gemacht, aber das Technology Review-Team bringt trotzdem noch interessante Fakten zu Tage.
Entsprechend der Ergebnisse kam Spiegel Online zu dem ernüchternden Ergebnis:
Clevere Präsentation, schwache Datenbasis
Ich persönlich finde diese Analyse zu kurz gegriffen. Natürlich ist Google noch in vielem Vorreiter, von dieser erwartet man aber auch nicht mehr als die Anzeige von relevanter Webseiten, die zu den Stichwörtern passen. Bei Wolfram|Alpha hingegen ist die Verarbeitetung der Suchanfrage eine ganz andere. Es baut alles darauf auf, dass die vorher gefundenen Informationen mit der “erratenen” Suchintention des Benutzers zusammengeführt werden kann. Hat die Suchmaschine keine relavaten Informationen vorliegen (z.B. regional interessante wie CDU) oder kann es den Suchzweck nicht richtig herleiten, also keine Verbindung zwischen den Suchbegriffen herstellen, ist das Ergebnis sehr unbefriedigend.
Aber dies ist ja kein endgültiger Zustand! Schließlich unterliegt die Suchmaschine, genau wie Google, einer ständigen Weiterentwicklung. Es werden Nutzeranfragen analysiert, fehlende Infos nachgepflegt sowie Algorithmen ergänzt oder optimiert.
Insofern sollte man diese Suchmaschine mit dem äußerst interessanten Ansatz, einfach eine Antwort auf eine gestellte Frage geben zu können, nicht abschreiben. Im Gegenteil: Nur wer sie nutzt trägt zu Weiterentwicklung bei.
Die Suchmaschine soll Ende Mai 2009 an den Start gehen und wartet dann auf Eure Fragen.
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