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ARP-Cache unter Linux vergrößern

Geschrieben am 16. Dezember 2009 um 14:17 Uhr Kein Kommentar

Die Ursachen von Verbindungsabbrüchen in einem größeren LAN zu finden ist schwierig, in meinem Fall war die ARP-Tabelle des Routers voll. Auf Debian-Systemen ist sie standardmäßig auf 1024 Einträge begrenzt. Ist der Adressraum des Netzwerks größer, könnte jemand allein durch einen Ping-Scan die ARP-Tabelle des Routers füllen. Wenn das passiert, ist im Kernel-Log folgende Meldung zu lesen.

Dec 16 09:08:19 router kernel: [14468939.388404] Neighbour table overflow.
Die Begrenzung lässt sich mit folgenden Befehlen festlegen - ersteres ist das Hardlimit, das andere das Softlimit.

echo 65536 > /proc/sys/net/ipv4/neigh/default/gc_thresh3
echo 32768 > /proc/sys/net/ipv4/neigh/default/gc_thresh2

Um die Optionen dauerhaft zu speichern, sollten sie in die sysctl.conf eingetragen werden.

net.ipv4.neigh.default.gc_thresh2=32768
net.ipv4.neigh.default.gc_thresh3=65536
 

Bye Bye Greylisting?

Geschrieben am 16. September 2007 um 15:13 Uhr 4 Kommentare

Matthias von adminlife.net hat seit neuestem Greylisting wieder ausgeschaltet, da er die Erfahrung gemacht hat, dass die Spammer sich bereits angepasst haben.

Bye Bye Greylisting! @ adminlife.net

Dies könnte bei mir ja theoretisch auch der Fall sein. Zudem sollte seit der Einrichtung von policyd-weight, die Anforderungen an das eingerichtete sqlgrey nicht mehr so hoch sein. Daher werde ich mal eine intensive Logfile-Analyse bereiben und sehen, wieviel Spam wirklich noch durch sqlgrey abgefangen wird und was durch die Tests von policyd-weight abgefangen wird.

Das Abschaffen von sqlgrey hätte natürlich den Vorteil der unverzögerten Mailzustellung, die man aber – ehrlich gesagt – vielleicht einmal im Monat wirklich braucht.

Meine Erkenntnisse werde ich dann hier posten.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr sqlgrey/postgrey in Aktion? Hat sich die “Abfangrate” verschlechtert? Welche Kombination von Spamtools setzt ihr ein?

sqlgrey: einfaches und robustes Greylisting

Geschrieben am 26. August 2007 um 17:43 Uhr 5 Kommentare

Spam nervt und stiehlt jedem Nutzer täglich Zeit. Um zu vermeiden, dass wir eines Tages nur noch mit dem Löschung von dubiosen Angeboten beschäftigt sind, müssen wir uns immer wieder mit Gegenmaßnahmen befassen. Eine dieser Gegenmaßnahmen ist Greylisting.

Was ist Greylisting?

Das Wort Greylisting entstand aus den Wörtern Blacklisting (in diesem Kontext: permanentes Verbot einer E-Mailadresse) und Whitelisting (permanente Erlaubnis für eine E-Mailadresse) und bezieht sich auf die Mischung dieser beiden Verfahren. Das Verfahren funktioniert vereinfacht wie folgt:

  1. Ein dem Mailserver unbekannter Absender (freund@absender.tld) möchte gern ein Mail an person1@mailserver.tld senden.
  2. Der Mailserver (mit installiertem Greylisting) aber lehnt die Übermittlung nach Erhalt der Absender und Zieladresse unter Angabe eines temporären Fehlers ab (meist mit einer Greylisting-Erklärung für das Logfile).
  3. Der Mailserver trägt die IP des Absendermailserver ( absender.tld, 123.123.123.123 ) zusammen mit dem Absender (freund@absender.tld) und der Zieladresse (person1@mailserver.tld) in seine Datenbank ein.
  4. Ein vernüftig konfigurierter Mailserver wird innerhalb der nächsten 10 bis 60 Minuten eine erneute Zustellung versuchen. So ist es auch und so versucht der Mailserver von freund@absender.tld erneut, die Mail an person1@mailserver.tld zu übergeben.
  5. Der Zielmailserver schaut nun wiederum in seine Datenbank, ob ihm diese Kombination aus Quell-IP (wahlweise auch Quell-Subnetz), Absender und Adressat bereits bekannt ist. Da dem in diesem Fall so ist, nimmt er die Mail an und bestätigt die Annahme.

Die Idee hinter dieser “Verkomplizierung” der Mailzustellung ist, dass die Spammaschinen entweder das Handling von temporären Fehlern ausgeschaltet oder dieses in Ihren Mailprogrammen/ -servern gar nicht implementiert haben, um den Durchsatz zu erhöhen.

Wie kann ich Greylisting einsetzen?

Da Greylisting wie oben erläutert noch vor der Annahme der Mail geschehen muss, kann man dieses entweder direkt im Mailserver integrieren (z.B. Plugin) oder alternativ dem Mailserver als Proxy vorschalten.
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