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LAN vor WLAN im NetworkManager

Mein Arbeitsnotebook ist aus Performancegründen meistens per Kabel am Netzwerk angeschlossen, für die Mobilität im Büro besteht zusätzlich eine WLAN-Verbindung zum selben Netzwerk. Beide Verbindungen werden vom NetworkManager verwaltet, allerdings kann man hier keine Priorisierung einstellen, was zu folgender Routing-Tabelle führt:

Kernel IP routing table
Destination     Gateway         Genmask         Flags Metric Ref    Use Iface
0.0.0.0         10.0.0.1        0.0.0.0         UG    0      0        0 wlan0
0.0.0.0         10.0.0.1        0.0.0.0         UG    0      0        0 eth0
10.0.0.0        0.0.0.0         255.255.0.0     U     0      0        0 wlan0
10.0.0.0        0.0.0.0         255.255.0.0     U     0      0        0 eth0

Die Metric steht bei beiden Interfaces auf 0, weshalb nicht eindeutig festgelegt ist, wo der Traffic nun rausgeht. Das System nimmt die erste Route, die in diesem Falle über das WLAN läuft.

Um dieses Problem zu umgehen, habe ich ein NetworkManager-Script gebastelt. Dies muss im Verzeichnis /etc/NetworkManager/dispatcher.d/ liegen und für root ausführbar sein.

#!/bin/sh
 
#wireless-metric.sh - NetworkManager script
#sets a higher metric for wireless connections to prioritize a wired connection
 
#metric that will be used for the wireless connection
METRIC=100
 
#check input parameters
if [ -z "$1" -o -z "$2" ]; then
  echo "This script is meant to be run by the NetworkManager";
  echo "Syntax: $0 <device> <up/down>"
  exit 1
fi
device=$1
updown=$2
 
#exit if the current connection isn't a wireless one
iwconfig $device > /dev/null
if [ $? -eq 161 ]; then
  exit
fi
 
#get default route and local network address
defaultgw=`ip route|grep default.*$device|awk '{print $3}'`
localnet=`ip route|grep $device|grep -v default|head -n1|awk '{print $1}'`
 
#delete the routes for the device and add new ones with the higher metric
if [ "$updown" = "up" ]; then
  route del -net $localnet dev $device
  route add -net $localnet dev $device metric $METRIC
  route del -net 0.0.0.0/0 gw $defaultgw dev $device
  route add -net 0.0.0.0/0 gw $defaultgw dev $device metric $METRIC
fi

Nachdem ich die WLAN-Verbindung getrennt und wieder aufgebaut habe, finde ich nun eine eindeutige Routingtabelle vor:

Kernel IP routing table
Destination     Gateway         Genmask         Flags Metric Ref    Use Iface
0.0.0.0         10.0.0.1        0.0.0.0         UG    100    0        0 wlan0
0.0.0.0         10.0.0.1        0.0.0.0         UG    0      0        0 eth0
10.0.0.0        0.0.0.0         255.255.0.0     U     100    0        0 wlan0
10.0.0.0        0.0.0.0         255.255.0.0     U     0      0        0 eth0

Das Script wurde getestet unter Debian 7.1 wheezy AMD64 mit NetworkManager Version 0.9.4.0-10.

Hallo Technik

Manchmal fängt der Morgen lustig an…

Hallo Technik,

Meine ta!tatur i!t mir ge!tern kaputt gegangen, ich bräuchte dringend eine neue, denn ein paar Buch!taben !ind dabei irgend!ie auf der !trecke geblieben.

Vielen !ank!Mail an den innerbetrieblichen Technik-Support

PS: Nein, es ist kein Encoding-Fehler, die Mail kam wirklich so. ;-)

long lost child came home!

Hier mal wieder der Beweis, dass Programmierer auch Humor haben (können).

Auszug aus dem Apache-Log:

[Wed Sep 2 00:00:03 2009] [notice] Apache configured — resuming normal operations
[Wed Sep 2 00:00:03 2009] [notice] Accept mutex: sysvsem (Default: sysvsem)
[Wed Sep 2 00:00:03 2009] [warn] long lost child came home! (pid 26610)
[Wed Sep 2 00:00:03 2009] [warn] long lost child came home! (pid 26611)
[Wed Sep 2 00:00:03 2009] [warn] long lost child came home! (pid 26612)
[Wed Sep 2 00:00:03 2009] [alert] Child 25654 returned a Fatal error… \nApache is exiting!

Danke an Chris für diese Erheiterung.

Gemeinsam etwas erreichen: Mehr als 50.000 Stimmen gegen Internetzensur!

Es ist vollbracht: Innerhalb von nur ein paar Tagen ist die ePetition zur Unterlassung des Gesetzesvorhabens bezgl. der von Familienministerin von der Laien Leyen von mehr als 50.000 Menschen unterzeichnet worden. Soweit ich richtig informiert bin, war dies die am schnellsten unterzeichnete ePetition in der Geschichte dieses Mittels.

Ein gutes Zeichen für die politische Aktivität im Internet, allerdings darf die Verbreitung der fachlich fundierten und unabhängigen Informationen zu dem Thema nun nicht einfach stoppen.  Außerdem müssen zahlreiche “Spaßwähler” noch abgezogen werden, sodass wir bestimmt noch 5.000 Stimmen brauchen werden, um auf der sicheren Seite zu sein.

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Netzneutralität vs. Wirtschaftlichkeit vs. Freiheit

Noch immer fällt es vielen von uns als Experten schwer, den Normalbürger (Eltern, Geschwister, Bekannte) über die Gefahren der neuen Gesetzgebungsinitiativen bzw. der Providerbestrebungen verständlich zu informieren.

Der “Elektrische Reporter” – ein Magazin des ZDF – hat sich der Problematik angenommen und mit lockeren Erklärungen und Bildern das Thema schön anschaulich dargestellt.

Zeigt dies also den Unwissenden auf dass sie die Probleme verstehen.
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Tu was! Online-Petition gegen BKA-Sperrfilter

Nach ersten aufgeregten Kommentaren und hämischen Kritiken rückt die Internetgemeinde nun zusammen und organisiert sich.

Dazu gehören sicherlich die Demonstrationen als auch die Arbeitsgruppen. Aber ein wichtiger Schritt zur Anerkennung innerhalb der parlamentarischen Realität ist hoffentlich die unlängst gestartete Petition gegen die besprochenen und zunächst grundgesetzwidrig installierten Internet-”Sperren”.

Ich rufe alle politisch interessierten Leser auf, sich kurz in dem Forum des Bundestages zu registrieren und die Petition zu unterzeichnen. Fantasienamen sind dabei eher hinderlich, denn nur gültige Stimmen können gezählt werden und helfen dem Fall.

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Private Shell-Kommando Hitliste

Wo alle am Jahresende gerade so in Bilanz-Stimmung waren, lief mir etwas interessantes über den Weg: Ein Einzeiler, der aus der bash-history ein Best-of extrahiert. Und das geht so:

	history | awk '{a[$2]++ } END{for(i in a){print a[i] " " i}}' | sort -rn | head

Meine Top 10 aus der aktuellen bash:

52 l
50 htpasswd
50 cd
35 tail
29 exit
28 mc
27 /etc/init.d/apache2
19 grep
18 chown
16 rm

via: http://www.marianoiglesias.com.ar: My top 10 commands for July, 2008

Hardware-Tools: (Ich will) wissen, was in dir steckt…

Als Sysadmin hat man so einige -vermeintlich einfache- Probleme, die dann im Detail doch etwas Verrenkungen bedeuten, um sie zu lösen.

Heute galt es herauszufinden, warum die Test-Installation von Open-Xchange nicht laufen will. Ein Blick ins Log ergab, dass der Prozess 256MB Ram anforderte – etwas zuviel für den Testserver mit 256MB abzüglich einer Onboard-Grafikkarte (also 240MB effektiv).

Nun zum nächsten Problem: Wie bekomme ich heraus unter Debian-Linux in der Konsole heraus, welche Art Speicher in welcher Verteilung verbaut ist, ohne den Server auszuschalten und zu öffnen?

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Kurztipp: getmac – kleiner Windowshelfer

Bei der Installation vom SP3 auf einem Kunden-PC huschte bei den gerade installierten Dateinen “getmac.exe” vorbei – und ich dachte “Hey, das Programm kenn ich ja gar nicht! Gleich mal schauen, was das so kann.”

Das Windows-Konsolenprogramm – man erwartet es nicht bei diesem Namen – ermöglicht es, die Mac-Adressen für sämtliche im System installierten Netzwerkgeräte auszugeben. Dies aber nicht nur auf dem lokalen System, sondern – Anmeldeinformationen vorausgesetzt – auch auf Remotesystemen.

Die Parameter sind zwar nicht reichlich vorhanden, allerdings gibt es u.a. eine Option für die Ausgabe der gewonnenen Informationen als CSV-Datei. Dies könnte sich für Batch-Jobs sehr sinnvoll erweisen.

Eine vollständige Übersicht über die Parameter ist im MS TechNet zu finden (siehe Link).

Link: Getmac @ technet.microsoft.com

Call from Hell

Jeder Admin ist froh, wenn er aus der Helpdesk-Hölle entkommt. Liest man sich durch die Berichte und Mitschriften dieser wunderbar unterhaltsamen Sammlung, versteht wohl auch jeder warum.

Kostprobe:

  • Customer: “I’ve just done a new Word document, saved it, then accidentally deleted it. Is there anything you can do to get it back?”
  • Tech Support: “Sorry, no, the backup isn’t run until night time.”
  • Customer: “Ohh, can we restore it tomorrow, then?”

und noch einen:

  • Customer: “I lost some of my files. I archived them, but when I went to retrieve them, they were gone!”
  • Tech Support: “What program did you use to archive your files?”
  • Customer: “I used DOS — but now I can’t find them!”
  • Tech Support: “Ok, what program are you using to do this?”
  • Customer: “I used ‘undelete’, but they aren’t there.”
  • Tech Support: “Uh…what command did you use to archive your files?”
  • Customer: “I used ‘del’ and the filename.”

Link: Computer Stupidities

Kurztipp: Unix Toolbox

Immer wieder braucht man ein paar Programme und ist sich nicht mehr über die Syntax bzw. die Möglichkeiten bewusst oder der Name des Tools will partout nicht einfallen. Da kann eventuell diese Auflistung helfen, die alltägliche Tools aus vielen Bereichen kurz beschreibt und so die Wissenslücke hoffentlich wieder schließen kann.

Link: Unix Toolbox

via adminlife.net

Domainname als Altersvorsorge (?)

Mein Streifzug durch die RSS-Feeds förderte heute dies zu Tage: Offensichtlich lässt sich durch kluge Investition in einen Domainnamen heute noch Geld verdienen. Sicherlich nicht soviel wie der in dem Artikel erwähnte Herr, der pizza.com für Millionen von Dollar versteigerte, aber dennoch sind einige Gattungsbegriffe noch immer so gefragt, dass eine Preissteigerung noch möglich ist, auch wenn man Rekordsummen als Einkaufspreis hat ( siehe business.com).

In dem Artikel wird außerdem erwähnt, dass – angeblich – Domainnamen in den USA mittlerweile als Investment wie Wertpapiere gesehen werden und demnach auch als Altersvorsorge dienen können.

Ich wäre interessiert, was mein Bänker zu der Frage sagt, in welchen Domainnamen ich denn seiner Meinung nach investieren sollte oder wann die Sparkasse denn in den Domainhandel einsteigt. :)

Der Vergleich mit der Aktie ist dabei gar nicht so abwegig, denn auch eine Aktie hat bis zum Verkauf nur einen virtuellen Wert. Und während des Phase des Wartens auf den richtigen Verkaufszeitpunkt kann der Wert extrem schwanken – eben je nach Marktumfeld.

Meiner Meinung nach kann man sich gern versuchen in Domainspekulationen, allerdings sollte man darauf nicht die gesamte Altersvorsorge Bauen und auch sich darüber bewusst sein, dass – sofern man eine bisher unregistrierte Domain in Besitz nimmt – der Marktwert im Gegensatz zu einer Aktie, bei denen es die Börsennotierungen und Verläufe als Anhaltspunkt gibt, unklar ist, bis man schließlich versucht, die Domain an den Mann/ die Frau zu bringen. Dann stellt man eventuell erschreckt fest, dass admin4president.com doch nicht sooo begehrt ist. ;)

Link: Saufen, Zocken, Sex: Die teueren Domainnamen @ jetzt.sueddeutsche.de